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Stellungnahme

06-10-2009

ANGA-Positionspapier zur Digitalisierung

Die Digitalisierung der Fernsehübertragung ist mit vielen volkswirtschaftlichen Vorteilen verbunden und politisch erwünscht. Sie ermöglicht eine effizientere Nutzung der vorhandenen Übertragungskapazitäten und schafft die Grundlage für interaktive Angebote und Nutzungsformen. Dies führt zu größerer Medienvielfalt und positiven Impulsen für das Wirtschaftswachstum und den deutschen Arbeitsmarkt.

Aus diesem Grunde steht die Digitalisierung weit oben auf der politischen Agenda. Dies gilt sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene: Die EU-Kommission hat eine umfangreiche Strategie für ein digitales Europa vorgelegt, die deutschen Bundesländer haben die Landesmedienanstalten in den Rundfunk- und Mediengesetzen ausdrücklich mit der Förderung der Digitalisierung beauftragt.

Die Digitalisierung ist jedoch kein Selbstzweck. Sie ist ein Instrument um Kapazitätsengpässe zugunsten neuer Inhalte und Angebotsformen zu überwinden und dem Verbraucher mehr Wahlmöglichkeiten einschließlich einer interaktiven und zeitsouveränen Mediennutzung zu eröffnen. Auf Seiten der Anbieter sind damit Chancen auf neue Geschäftsmodelle verbunden.

Den Breitbandkabelnetzen kommt dabei aufgrund ihrer Reichweite und Leistungsfähigkeit eine Schlüsselrolle zu. Das in Europa einmalige Potenzial der deutschen Breitbandkabelnetze hat sich in den letzten Jahren bereits zu wesentlichen Teilen entfaltet. Durch die massiven Investitionen der Kabelnetzbetreiber sind viele der vorgenannten Zielsetzungen bereits erreicht: Der frühere Engpass im Kabel ist beseitigt, neben den durchschnittlich 30 bis 35 analogen Programmen verbreiten die Kabelnetzbetreiber heute ca. 200 digitale Fernsehprogramme, sie haben eine Vielzahl von PayTV- und Pay per View-Angeboten aus der Taufe gehoben und über 80 % der rund 27 Millionen erreichbaren Haushalte für superschnelles Internet aufgerüstet. Die Einführung von Video on Demand läuft auf Hochtouren.

Vor diesem Hintergrund ist die immer wieder laut werdende Kritik am Stand der Digitalisierung der Kabelnetze nicht sachgerecht. Dies gilt ebenso für in diesem Kontext aufgestellte Forderungen nach einer baldigen Abschaltung der analogen Kabelübertragung.

Die Position der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. zur Digitalisierung steht nachfolgend zum Download bereit:

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